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Geschichte Österreichs
( Ein Schwank durch die Zeit von: Franz Sonnleitner www.funkymugl1.at )

Die Habsburger haben durch geschickte Vertrags- und Heiratspolitik zu den österreichischen Erbländern ständig Gebiete dazugewonnen, so dass am Beginn der Neuzeit (1519) Kaiser Karl V. aus der spanischen Linie ein Reich regierte,“ in dem die Sonne nicht untergeht.“

Vorgeschichte:Österreich als Mittelpunkt illyrisch-keltischer Kultur,als römische Provinz und bayrischer Siedlungsraum

Früheste wirtschaftliche Bedeutung hatte Österreich in der älteren Eisenzeit (750-400 v.Chr.) wegen des Salzreichtums im Gebiet von Hallstatt (im heutigen “Salzkammergut“) und Hallein bei Salzburg. Diese illyrische “Hallstatt-Kultur“ wurde um 400 v.Chr. von den Kelten abgelöst, die im Bereich südlich der Donau, Salzburg, Weststeiermark und Kärnten das Königreich Norikum errichteten.

16 v.Chr. wurde das Land römische Provinz und zwar als Grenzgebiet zu den von Norden andrängenden germanischen Markomannen und Quaden. Kaiser Augustus hatte bereits vorher mit der Sicherung der Grenze und des Transportweges der Donau durch den Bau eines “Limes“ und vieler befestigter Stützpunkte begonnen.

Castra Boiorum (Passau), Vindobona (Wien) und Carnuntum (nahe dem heutigen Hainburg),das wohl die Hauptstadt (municipium) am östlichen Ende des Limes war. Carnuntum scheint eine reiche Stadt gewesen zu sein, mit luxuriösen Bädern und zwei Amphitheatern, von denen das eine 13.000 Sitzplätze hatte. Im stark befestigtem Lager Vindobona wurde die Donau mit dem größten ihrer Nebenarme (dem heutigen “Kanal“) durch Brücken verbunden. Meilensteine zeugen vom Bestand eines römischen Straßennetzes in Norikum, Grabsteine und Ausgrabungen von Mosaiken und Fresken von einer ausgeprägten römischen Kultur.

Gegen Ende des 4. Jahrhunderts verloren die Römer infolge des Drucks der germanischen Völker von Norden und Osten auf die Provinzen Norikum, Pannonien und Dacien eine Position nach der anderen. Das Donaugebiet wurde in der Folgezeit (große Völkerwanderung bis zum 6. Jahrhundert) von Vandalen, Goten, Hunnen, Teutonen, Slaven und Franken überrannt, doch wurde eine gewisse kulturelle Tradition durch die neue Religion des Christentums und die Person des Heiligen Severin gewahrt.

Im 7. und 8. Jahrhundert wurde das heutige Österreich von Slaven, Awaren von Osten her, und von den Bajuwaren von Westen her besiedelt. Viele Ortsnamen bezeugen das heute noch: die Endung –itz, -itzen deutet auf slawische, jede mit –ing, -heim auf bayrische Besiedelung hin.

Um 700 n.Chr. gründete der Heilige Rupert in Salzburg das Benediktinerkloster St.Peter, das älteste dieser Art in Mitteleuropa. Der irische Wandermönch Virgil wurde im 8. Jahrhundert zum ersten Salzburger Bischof. Von Salzburg und Passau ging dann auch die planmäßige Missionierung und Kolonisation im Donauraum und in den Südosten des fränkischen Reiches bis in das heutige Slowenien und Kroatien aus.

Der König des Frankenreiches, Karl der Große, errichtete gegen Ende des 8. Jahrhunderts ein befestigtes Grenzgebiet gegen Awaren, die “Awarenmark“, die durch die Flüsse Enns, Raab und Drau begrenzt war. Diese “Karolingische Ostmark“ bestand bis etwa 880, als die Franken den Magyaren bei “Wenia“ unterlagen, ebenso wie 907 bei Pressburg. König Otto I. besiegte die Magyaren dann 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld und organisierte die “Ostmark“ neu, allerdings weitaus kleiner als die karolingische, nämlich zwischen Enns und Traisen. Otto wurde 962 in Rom vom Papst zum Kaiser gekrönt.

Es war damit der erste Kaiser des “Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ wenn auch bereits Karl der Große um 800 die Kaiserkrone innehatte und das Bündnis zwischen dem fränkischen Königtum und Papst auf Karls Vorgänger Pippin zurückgeht. Die römisch-deutsche Kaiserkrone sollte den Übergang der sakralen Würde von den römischen Kaisern auf die deutschen symbolisieren (Translatio imperii.) Nach 1440 wurde die Krone des Heiligen Römischen Reiches bis 1806 von den Habsburgern getragen mit nur einer kurzen Unterbrechung (1742-1745.) Seit 1804 waren die Habsburger dann “Kaiser von Österreich“ (Franz I. von Österreich.)

Bezüglich der Herkunft der österreichischen Urbevölkerung liegt vieles im Dunklen. Wir wissen wohl, dass die ältesten Siedler in diesem Raum, Illyrer und Kelten, indoeuropäische Völker waren, und dass die Kelten auch die ersten Städte in Österreich errichteten (Bregenz, Salzburg, Lorch, Virunum.) Wenn sie auch bereits eine organisierte Stammesgemeinschaft, mit einem König an der Spitze, darstellten und bäuerlich sesshaft lebten, so bedeutet dies nicht, dass sie völlig immobil gewesen seien und ihren Unterhalt immer nur am selben Ort erwirtschaftet hätten.

Wanderungsbewegungen und neue Landnahmen waren vielmehr auch für dieses und die folgenden Zeitalter charakteristisch, wenn auch zielgerichtet und nicht mehr in nomadisierender Form. Erst die aus Wanderungen, Eroberungen und Landnahme resultierenden Reichsbildungen des ersten nachchristlichen Jahrhunderts stabilisierten das Nebeneinander und Miteinander von Stämmen und Völkern. Zwischen Stammesbildungen, Wanderbewegungen und Reichsbildungen bestanden Zusammenhänge. Stämme trachteten nach Verbesserung ihrer Lebensbedingungen, oder sie wollten ihre Wohngebiete verteidigen, erweitern oder verlegen. Konflikte führten zu Grenzverschiebungen, zu Unterwerfung oder Errichtung von Herrschaft, zu Wanderung und Neusiedlung. Andere Ursachen für Wanderungen waren Missernten, Klimaveränderungen, Überbevölkerung und die Anziehungskraft zivilisatorisch weiter entwickelter Gesellschaften.

Der ursprüngliche Zusammenhang der indogermanischen Völkerschaften in Südwestasien und Europa kann nur aus sprachlichen Gemeinsamkeiten erschlossen werden. Das Gebiet ihrer Herkunft ist ungeklärt es wurde bisweilen in Vorderasien, bisweilen im Tiefland nördlich des Schwarzen Meeres angenommen. Zur westlichen Sprachgruppe des Indogermanischen zählt man Keltisch, Lateinisch, Italienisch, Wendisch, Illyrisch und Germanisch.

Die Germanen verdrängten, von Skandinavien kommend, im ersten vorchristlichen Jahrtausend die Kelten und andere Völker aus Mitteleuropa nach Westen. Die Westgermanen breiteten sich im heutigen Mittel – und Süddeutschland und im Gebiet der heutigen Niederlande aus. Seit dem 3. vorchristlichen Jahrhundert kam es zu Berührungen der römischen und germanischen Kultur in West – und Mitteleuropa.

Der romanisiernde Raum des nochmaligen Österreichs wurde in der Zeit der Völkerwanderung von einer germanischen Erobererschicht überdeckt. Von Westen her drang das Volk der Bayern in Oberösterreich, Kärnten, Tirol und Steiermark vor und begann eine neue Ordnung aufzubauen.

Ursprung, Herkunft, Stammesbildung und Landnahme der Bayern sind nicht geklärt. Vermutlich stammen sie aus Nordeuropa und waren Nachbarn der Angeln und Sachsen, welche Beziehung sich in manchen Dialektausdrücken niedergeschlagen hat. Auch die Umgangssprache der Österreicher geht auf eine bayrische Mundart zurück. Die “Fränkische Völkertafel“ von 520 erwähnt sie erstmals als “Bajuwaren.“ Die Bayern werden als ein sehr sesshafter, behäbiger, zum beschaulichen Leben neigender bäuerlicher Volksstamm beschrieben, der auch die große gotische Wanderung zum Schwarzen Meer nicht mitmacht, sondern in seinem böhmischen Kessel bleibt und dann den Bayerwald überquert und das heutige Bayern, die Donauebene und das Alpenvorland, auch das Alpengebiet bis zur Etsch besiedelt. Ab 700 werden die Bayern christianisiert. Im 8. Jahrhundert wird der Bayernherzog aus dem Haus der Agilolfinger, Tassilo III., vom Frankenkönig Karl abgesetzt, geschoren und ins Kloster verbannt. Bayern wird Herzogtum des Frankenreiches.

Artikel erstellt von: Gastautor Franz Sonnleitner am 12.03.2005



 


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