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Geschichte Österreichs
( Ein Schwank durch die Zeit von: Franz Sonnleitner www.funkymugl1.at )

Maximilian der I. heiratet 1477 die Erbtochter Karls des Kühnen, Maria von Burgund. Er gewinnt damit ein wirtschaftlich reiches Land, zu dem auch Holland und Flandern gehören. Mit ihrer gezielten Heiratspolitik steigen die Habsburger zur mächtigsten Dynastie der damaligen Zeit auf.

Maximilians einziger Sohn Philipp heiratete die spanische Prinzessin Johanna. Durch den Tod des spanischen Kronprinzen konnte Philipp die Regierung in diesem Land mit den spanischen Kolonien in Amerika übernehmen. Der eine Sohn Philipps, Karl V., begründete dann die spanische Linie des Hauses Habsburg.

Der andere Sohn, Ferdinand I., wird 1515 von seinem Großvater, Kaiser Maximilian, Anna von Böhmen und Ungarn versprochen und gleichzeitig wird seine Enkelin Maria mit Ludwig II. von Ungarn verlobt. Damit sollte eine wechselseitige Erbfolge gesichert werden. Mit Ferdinand I. wurde die österreichische Linie des Hauses Habsburg begründet, die Kaiserwürde verblieb fortan beim Hause Österreich. Als Ludwig von Ungarn 1526 in der Schlacht von Mohadc gegen die Türken fiel, konnte Ferdinand aufgrund der geschloßenen Heirats – und Erbverträge die Herrschaft in Böhmen und Ungarn antreten. Der habsburgische Donaustaat war damit entstanden. Maximilian selber heiratet in zweiter Ehe Bianca Sforca von Mailand und sichert sich dadurch Erbansprüche auf die Hälfte Oberitaliens. Durch den Erbfolgestreit mit Bayern gewinnt Maximilian zudem Kufstein, Kitzbühel und Rattenberg. Im Kampf mit Venedig fallen ebenfalls die durch Erbverträge mit Österreich verbundenen Lande Görtz, Gradiska, das Pustertal und Istrien an das Haus Habsburg.

Wenn Maximilian als deutscher Kaiser wenig Erfolg bei seinen Reformen zu verzeichnen hatte, so setzte er doch wirksame Massnahmen in den österreichischen Ländern. Er schloss die östlichen und westlichen Länder zu je einer Verwaltungseinheit zusammen, deren Mittelpunkte Wien bzw. Innsbruck waren. Der Enkel und Nachfolger Maximilians als deutscher König, Karl V., war mit Österreich, Spanien und seinen amerikanischen Besitzungen sowie den Niederlanden der mächtigste Herrscher Europas. Für die Wahl Karls zum deutschen König 1519 gaben seine Geldgeschenke den Ausschlag. Seine Geldgeber waren dabei Fugger. Um die Verwirklichung der kaiserlichen Alleinherrschaft zu erreichen, musste sich Karl nach drei Richtungen hin durchsetzten: Gegen den französischen König, gegen die protestantischen Reichsstände und gegen den Papst. Karl übergab 1521 seinen Bruder Ferdinand die österreichischen Länder und die Nachfolgerechte auf Böhmen und Ungarn. Damit wurde die österreichische Linie des Hauses Habsburg begründet, die Kaiserwürde sollte fortan beim Hause Österreich verbleiben.

Nach fünf kriegen gegen Frankreich, die vor allem in Oberitalien ausgefochten wurden, konnte Karl V. mit dem französischem König Franz I. zwar zu einem Kompromiss gelangen (Karl verzichtete auf Burgund, Franz auf Mailand), doch waren 1529 die Türken mit einem Heer von 120.000 Mann nahezu unbemerkt bis Wien vorgedrungen. Ein Bewusstsein, gemeinsam gegen die Türken vorzugehen, war im Reich nicht vorhanden. Doch dank eines Schlechtwettereinbruchs konnte die kleine Besatzung Wiens sich gegen die Türken behaupten. Zudem waren die diplomatischen Kontakte zwischen Istanbul und Paris in dieser Zeit gegen die Habsburger gerichtet. Und von den protestantischen Reichsständen war keine Unterstützung gegen die Türken, sondern zusätzlicher Widerstand zu erwarten (Schmakaldischer Krieg.) Die Reichstände verbündeten sich schon in dieser Zeit mit dem französischen König gegen den Kaiser.

Mit dem Augsburger Religionsfrieden 1555 waren viele Bauern, Bürger oder Adelige, die in ihrem religiösen Bekenntnis nicht mit dem Landesherrn übereinstimmten, gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Von dieser Zeit an sind viele Menschen aus dem vorwiegend katholischen Österreich in oft weit entlegene Landschaften ausgewandert, im 17. Jahrhundert auch nach Übersee. Kaiser Maximilian II. war ein Sympathisant der Protestanten. In seiner Regierungszeit bekannte sich der überwiegende teil der Österreicher zum Protestantismus. Der kunstsinnige Rudolf II. verlegte seine Residenz nach Prag und überließ die politischen Entscheidungen seinem Bruder Matthias. Rudolf selber verblieb schließlich nur noch Böhmen und die Kaiserwürde. Er sicherte den böhmischen Ständen im “ Majestätsbrief“ Religionsfreiheit. In Deutschland schien der Zerfall der zentralen Herrschaftsgewalt des

Kaisers unaufhaltsam. Es kam sogar zur Auflösung des Reichskammergerichtes und des Reichstages.

Nun entstanden militärische Bündnisse: Die Protestanten schlossen sich unter der Führung des Kurfürsten von der Pfalz zur Union zusammen, der unter anderem Nord – und Ostdeutschland sowie Böhmen angehörten, die im Dreissigjährigen Krieg aber auch Unterstützung von Skandinavien erhielt. Die katholischen Fürsten gründeten die Liga, der neben Bayern und Österreich auch Frankreich, Spanien, Italien und das Rheinland angehörten. Der weltweite Kampf der Gesinnungsblöcke, dem sich alsbald auch wirtschaftliche, nationale und machtpolitische Strömungen beimengten, bestimmt die ersten Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts. Erst 1619 vereinen sich durch Aussterben der beiden anderen Linien alle österreichischen Erblande wieder unter Ferdinand II. Mit ihm ergriff ein Mann der fanatischen (katholischen) Gegenreformation die Zügel. Die Kirche hatte sich schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Österreich durch die eifrige Tätigkeit der Jesuiten erneuert.

Nach dem Prager Fenstersturz 1618 erklärten die böhmischen Adeligen den Habsburger Ferdinand II. für abgesetzt und ernannten Friedrich von der Pfalz zu ihrem König.Nach dem Sieg der Liga über die Union am Weissen Berg (1620) hielt Ferdinand II. ein strenges Strafgericht. Die Güter aller Aufständischen wurden beschlagnahmt, sie selber mussten das Land verlassen. Eine neue Landesordnung machte aus Böhmen ein habsburgisches Erbkönigtum.

Die Kosten der Kriegsführung in Böhmen hatte Maximilian von Bayern übernommen. Dafür musste Ferdinand das Land Oberösterreich an Bayern verpfänden, das bedeutete für die Bauern erhöhte Abgaben. Dazu trieben die Habsburger die Gegenreformation in diesem sehr zahlreich von Protestanten bewohnten Land voran ( Frankenburger Würfelspiel.) Ein gewaltiges Bauernheer fügte dem bayrischen Statthaltereine schwere Niederlage zu und belagerte Linz. Nach langen Kämpfen unterlagen aber die Bauern. Das Land war verwüstet. Rund 15.000 Bauern verloren ihr Leben. Damit waren Bauernaufstände in Österreich sowohl 1525 als auch hundert Jahre später letztlich gescheitert. Die gänzliche Befreiung der Bauern sollte erst 1848 erfolgen.

Der Sieg der katholischen Liga über Böhmen bedeutete eine glückliche Stunde für das Haus Österreich, und wer bares Geld und gute Beziehungen besaß, konnte die konfiszierten Güter und Vermögen der Protestanten erwerben und über Nacht reich werden. Keiner verstand die Situation besser zu nutzen als Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, der als Kürassierobrist am Weissen Berg mitgeholfen und sich Verdienste erworben hat. Der böhmische Adelige wechselte nach dem Besuch einer Jesuitenschule zum katholischen Glauben, heiratete eine reiche Witwe und erwarb auf billigste Weise mehr als 60 Güter der vertriebenen oder getöteten protestantischen böhmischen Adeligen und verwendete diese Mittel zum Aufstellen einer Privatarmee. Er heuerte Soldaten an, egal, woher sie kamen oder welchen Glauben sie hatten, zahlte ihnen Sold und vermietete sie an den Kaiser weiter. Diese Söldnerheere wurden überall zu einer Landplage, denn Wallensteins Grundsatz war: “Der Krieg muss den Krieg ernähren.“ Damit entwickelte Wallenstein als neuer starker Mann beim Kaiser auch einen neuen Kriegsstil. Da Wallenstein den deutschen Fürsten zu mächtig wurde, betrieben sie beim Kaiser erfolgreich seine Absetzung. Als aber Gustav Adolf, der schwedische König, bis an die Grenzen der habsburgischen Länder vordrang, musste ihn ein gedemütigter Kaiser wieder als obersten Heerführer mit außerordentlichen Vollmachten einsetzen. Mit einem Riesenheer von 120.000 Mann drängte er den Schweden wieder nach Norddeutschland zurück und begann danach, auf eigene Faust mit den Gegnern zu verhandeln. In der Geschichtsforschung herrscht bis heute keine Klarheit über die Pläne und Ziele Wallensteins bei diesen Verhandlungen. Der Wiener Hof verdächtigte ihn des Verrats und enthob ihn seines Kommandos. Wallenstein wurde 1634 von kaiserlichen Offizieren in Eger ermordet. Der 30 – jährige Krieg ist damit aber nicht zu Ende.

Nachdem schon früher fremde Mächte, wie Dänen und Schweden, von Holland und England unterstützt, für die Protestanten in den Kampf marschiert sind, greift jetzt auch das katholische Frankreich auf protestantischer Seite in den Krieg ein, da es an einer dauernden Machtverminderung des Hauses Habsburg interessiert ist. Schwedische Truppen dringen in der Endphase noch bis in Sichtweite von Wien vor. Der Krieg wird 1648 mit dem Westfälischen Frieden (Osnabrück und Münster) beendet.

Österreich hat zwar die Kaiserkrone behalten – aber sie ist nichts mehr wert. Das Reich ist in 372 beinahe souveräne Fürstentümer und mehr als 2.000 größere und kleinere Herrschaftsgebiete zerfallen. Schweden und Frankreich erhalten Sitz und Stimme im Reichstag, die Schweiz und die Niederlande scheiden entgültig aus dem Reichsverband aus. Der Kaiser besitzt außerhalb seiner österreichischen Erblande kaum noch Einfluss. Und selbst in diesen Landen, die weniger vom Kriege getroffen sind als das übrige Reich – dort wurde die Bevölkerungszahl um ein drittel, in manchen Teilen des Reiches um die Hälfte reduziert – nehmen wirtschaftliche und menschliche Not zu. Denn in den folgenden Jahrzehnten müssen an die 40.000 Exulanten Österreich, 160.000 Protestanten Böhmen verlassen, wenn sie es ablehnen, katholisch zu werden. Unter den Kriegsfolgen hatte besonders die bäuerliche Bevölkerung zu leiden, denn ihre Felder waren verwüstet und ihre Dörfer zerstört.

Artikel erstellt von: Gastautor Franz Sonnleitner am 12.03.2005



 


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